
Die Musikkapelle Lautrach und der Musikverein Treherz zeigten mit vielen grandiosen Solisten in der neuen Sporthalle ein beachtlich hohes musikalisches Niveau.
Ehrfurchtsvoll intonierten die drei Tubisten der 52-köpfigen Lautracher Musikanten „Vita pro musica“, tonangebend unterstützt von vier Schlagwerkern und edel portraitiert von der munter brillierenden Klarinette. Mit „Around the world in 80 days“ ging es musikalisch einmal um die ganze Welt: Die Klarinette zwitscherte fröhlich mit der aufmüpfigen Flöte, die Oboe grätschte gekonnt dazwischen, bevor die erhebende Posaune das Zepter übernahm und es der Vorsitzende Stefan Maurer am Schlagwerk virtuos krachen ließ. Bei Martin Scharnagel´s „Ehrenwert“ flirtete die dominierende Posaune mit der edel-behäbigen Tuba und ließ aber auch das flehentliche Flügelhorn „zu Ton“ kommen. Bei „Jambo Africa“ bewies Elias Angele am Xylophon/Metallophon ein grandioses Feingefühl, zwitscherte wie ein munteres Vögelchen fröhlich mit der eindrucksvollen Buschtrommel, der erhebenden Posaune und den edel-brillierend singenden Trompetern. Bei „Queen Greatest Hits“ ließ Dirigentin Birgit Wilhelm sämtliche Register höchst emotional erschallen: Das edle Xylophon verschmolz mit der erhebenden Trompete, sogar das grandiose Schlagwerk bezauberte mit einer höchst-virtuosen Melodie und die behäbige Tuba setzte dem Ganzen eine edle Krone auf.
Dirigent Charly Diepolder war nicht nur mit 48 hochmotivierten Musikern, sondern auch mit einer großen Fangemeinde aus dem „Ländle“ angereist: Schon beim beeindruckend-imposanten Auftakt von „Arsenal“ ging es mit schmetternden Pauken und in höchsten Tönen brillierenden Trompeten los, wobei das Ganze von der behäbigen Tuba höchst-eindrucksvoll portraitiert wurde. Gefühlvoll-emotional intonierten die wacker kämpfenden Klarinetten in Kooperation mit den aufmüpfigen Flöten „Tango Surprise“. Mit „Oregon“ ging es auf eine abenteuerliche Reise in den Wilden Westen: Die ehrfürchtig klingende Tuba traf hier auf die fröhlich zwitschernde Flöte und herausgefordert von der brillierenden Trompete, wobei die Piccolo-Flöte dem beeindruckenden Werk eine höchst-edle Krone aufsetzte. Bei „My Dream“ gelang Franz Hierlemann mit seinem wochenlang eingeübten Trompetensolo eine Meisterleistung, dem allerdings auch das beeindruckende Sax-Solo von Noel Aumann in keinster Weise nachstand. Von der Posaune zwar höchst edel dominiert, riss bei „El Bimbo“ das mitreißende Flügelhorn die Führung an sich und kämpfte mit der wacker-zwitschernden Flöte. Mitreißend-fetzig wurde es bei der „Glenn Miller-Parade“, wo das temperamentvolle Schlagzeug in einem atemberaubenden Ritt mit der virtuosen Trompete und dem erhebenden Flügelhorn das begeisterte Publikum in seinen Bann zog.
Text und Fotos: Franz Kustermann
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