
Mit dem Spatenstich am Freitag, 17. Juli 2026, begannen symbolisch die Bauarbeiten auf der seit Jahren brachliegenden Fläche im Herzen von Illerbeuren.
Bereits vor über 20 Jahren begannen die Überlegungen und Diskussionen darüber, wie das „Adler-Areal“, benannt nach dem ehemaligen Gasthof Adler, sinnvoll für die Zukunft genutzt werden kann. Nun liegt nach vielen genommenen Hürden, so Bürgermeisterin Heike Klinkhammer und Landrat Alex Eder unisono, endlich die Baugenehmigung vor.
Doch was wird gebaut? Eine Schulsporthalle mit Begegnungsstätte – so lautet die offizielle Bezeichnung des Bauprojekts. Herzstück des Erdgeschosses ist die Turnhalle. Ein weiterer Mehrzweckraum kann sowohl für private Feiern gemietet als auch von Vereinen für ihr Vereinsleben genutzt werden. Die direkt angeschlossene Verteilerküche ermöglicht dabei die Bewirtung in Eigenregie. Über das Foyer lassen sich Turnhalle und Mehrzweckraum miteinander verbinden. Auch die für eine Sporthalle notwendigen Nebenräume wie Geräteraum, Umkleiden und Sanitäranlagen befinden sich im Erdgeschoss. Im Obergeschoss entsteht eine Galerie, die bei Veranstaltungen zusätzliche Besucherplätze bietet.
Ergänzt wird die Bebauung des Areals durch zwei weitere Gebäude, die von der Landkreiswohnungsbaugesellschaft errichtet werden. Dort soll Wohnraum entstehen, der zu sozialverträglichen Mieten angeboten wird. Ziel ist eine Miethöhe von rund 20 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete.
Bürgermeisterin Heike Klinkhammer freut sich, dass das Projekt nun endlich umgesetzt werden kann. Sie dankte allen, die das Vorhaben während der langen Phase der Entscheidungsfindung und Genehmigung begleitet haben – allen voran den Mitgliedern des aktuellen Gemeinderats, aber auch den ehemaligen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 7,5 Millionen Euro. Fördermittel in Höhe von 1,22 Millionen Euro wurden von der Regierung von Schwaben, dem Förderprogramm „Pflege SoNah“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention sowie der KfW zugesagt.
Landrat Alex Eder dankte Bürgermeisterin Heike Klinkhammer für ihr beharrliches Engagement, mit dem die Baulücke im Ortskern nun geschlossen werden kann. „Aufgrund der zahlreichen Regularien wird es immer schwieriger, Baulücken in den Ortszentren zu schließen“, so Eder.
Michael Schwarz vom leitenden Architekturbüro PSP Architekten aus Memmingen erklärte, dass am Anfang jeder Planung die Frage stehen müsse: „Welchen Beitrag leistet das neue Gebäude für die Menschen?“ In Illerbeuren werde dies künftig Sport, Gesundheit und Begegnung sein – ein Gebäude, das Menschen verbindet. „Kronburg investiert in Bildung, Gesundheit und Zusammenhalt“, so Schwarz.
Pfarrer Plathottam spendete dem Bauvorhaben seinen Segen, bevor der symbolische Spatenstich vollzogen wurde.
Der Festakt wurde von einer Abordnung der Musikkapelle Illerbeuren-Kronburg sowie einem Kinderchor der Grundschule musikalisch umrahmt. Die Schülerinnen und Schüler brachten ihre Freude bereits mit einem eigens für den Spatenstich geschriebenen Lied zum Ausdruck: „Wenn die Halle kommt, dann freuen wir uns, weil der Sport dann vor der Tür liegt!“
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