15.9.2026

Spatenstich für den neuen Legauer Bikepark

Gemeinde Legau

„Es war ein langer Weg, aber dafür haben wir nun den idealen Standort für den Legauer Bikepark gefunden.“ Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Thomas Heinle die Gäste zum Spatenstich, der den symbolischen Baubeginn für die neue Freizeitattraktion in der Marktgemeinde Legau markierte.

2024 wurden die ersten Planungen für das Bauvorhaben vorgestellt und parallel dazu die Förderanträge gestellt. Im Februar 2025 kam die Zusage: Der Markt Legau erhält Fördermittel in Höhe von 190.000 Euro. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 500.000 Euro.

Thomas Heinle dankte allen, die sich für das Projekt eingesetzt, Ideen eingebracht und dessen Umsetzung vorangetrieben haben. Namentlich erwähnte er Landrat Alex Eder sowie Marie-Luise Althaus, LEADER-Koordinatorin für das Allgäu und das westliche Oberland, die den Förderprozess eng begleitete. Ein besonderer Dank galt auch der Radgruppe des TSV Legau und insbesondere Reinhard Steinle, der sich ehrenamtlich und mit großer Beharrlichkeit für den Bikepark eingesetzt hatte.

Im März 2025 wurde die Baugenehmigung erteilt. Ein Jahr später, im März 2026, konnte die weitere Planung an Landschaftsarchitekt Philipp Feldschmid vergeben werden, der unter anderem bereits die Bikeparks in Kempten und Sonthofen geplant hat. Noch vor der Sommerpause wurden die einzelnen Gewerke an die ausführenden Firmen vergeben. Die Bodenarbeiten übernimmt die Grün Team GmbH aus Eberhardzell, Baggerarbeiten und Erdbewegungen werden von der Firma Eugler ausgeführt. Für den eigentlichen Aufbau des Bikeparks ist die Dirtways GmbH aus Herzogenaurach verantwortlich.

„Der Bikepark soll ein generationenübergreifender Treffpunkt werden“, wünscht sich Bürgermeister Thomas Heinle.

Auch Landrat Alex Eder zeigte sich erfreut, nun an jenem Ort zu stehen, an dem ein Projekt Wirklichkeit wird, das man zuvor vor allem aus Planungen und Sitzungen kannte. Für die Umsetzung wünschte er allen Beteiligten viel Erfolg. Zugleich sieht er die EU-Fördermittel sinnvoll eingesetzt: „Ein Treffpunkt, kombiniert mit Bewegung, ist für jedes Alter wichtig“, so der Landrat.

Für LEADER-Koordinatorin Marie-Luise Althaus ist bei solchen Projekten stets auch „der Weg das Ziel“. In ihrer Funktion begleitet sie die Antragsteller von der Projektidee bis zur Umsetzung – so auch beim Bikepark in Legau, der mit 190.000 Euro aus EU-Mitteln gefördert wird. Althaus erläuterte noch einmal die Zielsetzung des Förderprogramms und die Kriterien, die für eine finanzielle Unterstützung erfüllt werden müssen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Bürgerbeteiligung. Die Radgruppe des TSV Legau brachte sich intensiv mit eigenen Ideen in die Planungen ein und möchte künftig auch beim Unterhalt der Anlage mitwirken. „Der Bikepark wird ein Begegnungsraum, der Anreize zur Bewegung schafft – ein gesundheitsförderndes Projekt“, fasste Althaus wichtige Aspekte zusammen.

Landschaftsarchitekt Philipp Feldschmid ist der leitende Planer des Projekts. „In der Vorbereitungs- und Entscheidungsphase wird auf vielen Ebenen Wichtiges für das Projekt erarbeitet. Als Planer ist es meine Aufgabe, diese Ebenen zu einem gelingenden Ganzen zusammenzubringen“, erklärte Feldschmid seine Vorgehensweise.

Der Bikepark gliedert sich in mehrere Bereiche. Herzstück ist der asphaltierte Pumptrack. Hügel, Wellen und Senken wechseln sich ab und ermöglichen es den Nutzern, mit möglichst wenig Pedaleinsatz durch den Parcours zu fahren – egal ob mit dem Bike oder dem Scooter. Für die Kleinsten gibt es einen Mini-Pumptrack, der mit geringeren Anforderungen spielerisch an den großen Parcours heranführt.

Dritter Bereich des Parks ist die sogenannte „Dirtline“. Sie besteht aus Rampen und Sprungelementen, über die verschiedene Hügel angefahren und übersprungen werden können. Anders als der Pumptrack ist dieser Bereich nicht asphaltiert; die Fahrbahn besteht aus verdichteter Erde.

Ergänzt werden die Parcours durch Aufenthaltsflächen. Sie sollen zum Verweilen einladen und gleichzeitig einen guten Blick auf das Geschehen im Bikepark ermöglichen.

Auch das immer wieder angesprochene Verletzungsrisiko griff Feldschmid auf. Seiner Ansicht nach sei es für Menschen wichtig, sich überschaubaren Risiken auszusetzen, um die eigenen Fähigkeiten und Grenzen einschätzen zu lernen. In diesem Sinne könne ein Bikepark auch eine „Schule fürs Leben“ sein.

Sylvia Vetter, Vorsitzende des TSV Legau, bedankte sich ebenfalls bei allen Beteiligten, die die Realisierung des Projekts ermöglicht haben. Anschließend folgte der obligatorische Spatenstich als sichtbares Zeichen für den Baubeginn einer weiteren Freizeitattraktion im Markt Legau. Zum Abschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich in lockerer Runde über das Projekt auszutauschen. Die Verantwortlichen standen dabei gerne für Fragen zur Verfügung.

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